Knall


Knall
Schlag

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Knall [knal], der; -[e]s, -e:
kurzes, scharfes peitschendes Geräusch, von dem ein Schuss, eine Explosion o. Ä. begleitet ist:
ein heller, dumpfer, furchtbarer Knall; mit einem Knall zerbarsten die Fensterscheiben; mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss.
Syn.: Krach, Schlag.
Zus.: Peitschenknall.

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Knạll 〈m. 1
1. kurzes, scharfes, peitschenschlag- od. schussartiges Geräusch (Peitschen\Knall)
2. 〈fig.; umg.〉 Verrücktheit, Klaps, Fimmel
● (auf) \Knall und Fall plötzlich, unerwartet, von heute auf morgen; (auf) \Knall und Fall entlassen werden; der \Knall eines Schusses; du hast (ja) einen \Knall ! 〈fig.; umg.〉 du spinnst, du bist verrückt; die Tür fiel mit einem \Knall ins Schloss; der Reifen platzte mit einem lauten \Knall [zu mhd. (er)knellen „erschallen“; wohl lautmalender Herkunft] Siehe auch Info-Eintrag: Knall - info!

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Knạll, der; -[e]s, -e [zu mhd. (er-, zer)knellen = schallen, hallen, krachen, wahrsch. lautm.]:
plötzlicher, sehr harter, heftiger Laut von einem Schuss, einer Explosion o. Ä.:
ein heller, dumpfer, scharfer, furchtbarer K.;
der K. des Donners, der Peitsche;
mit einem K. fiel die Tür ins Schloss;
Ü es gab einen großen K. (Krach, Skandal);
die Ehe endete mit einem K.;
K. und Fall/K. auf Fall (ugs.; plötzlich, unvermittelt; auf der Stelle; urspr. Jägerspr. in der Bed. »so schnell, wie das Wild nach dem Knall der Büchse umfällt«: jmdn. K. und Fall entlassen);
einen K. haben (salopp; nicht bei Verstand sein; ein knallender Schlag an den Kopf erschüttert das Gehirn so, dass der Betroffene seines Verstandes nicht mehr mächtig ist).

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Knall,
 
ein Schallimpuls, vornehmlich von großer Stärke (Impuls).

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Knạll, der; -[e]s, -e [zu mhd. (er-, zer)knellen = schallen, hallen, krachen, wahrsch. lautm.]: plötzlicher, sehr harter, heftiger Laut von einem Schuss, einer Explosion o. Ä.: ein heller, dumpfer, scharfer, furchtbarer K.; Der K. peitschte durchs Treppenhaus (Roehler, Würde 7); der K. des Donners; Man ... erschrak jedes Mal aufs Neue darüber, wie über die -e der Überschalljäger (H. Gerlach, Demission 161); mit einem K. fiel die Tür ins Schloss; ein Düsenflugzeug durchstößt die Schallmauer mit ohrenbetäubendem K.; Mit leichtem Armschwung und sattem K. fegt er die Wagentür zu (Degener, Heimsuchung 142); Ü es gab einen großen K. (Krach, Skandal); die Ehe endete mit einem K.; wenn es zum K. kommt, dann treten einem die besten Freunde in den Hintern (v. d. Grün, Glatteis 112); *K. und/auf Fall (ugs.; plötzlich, unvermittelt; auf der Stelle; urspr. Jägerspr. in der Bedeutung „so schnell, wie das Wild nach dem Knall der Büchse umfällt“): jmdn. K. und Fall entlassen; Wie sollte er Franzel erklären, dass er K. und Fall nach Deutschland zurückkehrte? (Bieler, Mädchenkrieg 42); Das Haus, das sie erst nach dem Tod ihres Mannes erworben hatte, verkaufte sie K. auf Fall (Schreiber, Krise 10); SPD-Chef Walter Momper hatte bekanntlich K. auf Fall die Parteibrocken hingeworfen (MM 2. 9. 92, 2); einen K. haben (salopp; nicht bei Verstand sein; ein knallender Schlag an den Kopf erschüttert das Gehirn so, dass der Betroffene seines Verstandes nicht mehr mächtig ist).

Universal-Lexikon. 2012.

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